Glossar
Alles rund ums Rahmen: Tipps, Tricks & Infos
Glossar
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Alurahmen
Wir bieten glatte und gebürstete Aluminiumrahmen sowie Rahmen mit dekorativer Oberfläche oder mit Holzfurnier an. Aluminiumrahmen sind leicht und robust, schützen das Bild und verleihen ihm ein modernes Aussehen. Durch ihre Stabilität sind Alurahmen besonders empfehlenswert, wenn eine schmale Variante (für ein großes Bild) gewünscht wird.
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Acrylglas
Für unsere Rahmen bieten wir Acrylglas in einer Stärke von 2 bis 3 mm an. Das bruchfeste Acrylglas (Röhm) bietet 100% UV-Schutz, ist aber nicht entspiegelt. Außerdem erhalten Sie bei uns den absoluten Alleskönner unter den Bildergläsern: Das Museumsacrylglas (Optium) mit 99% UV-Schutz, antistatisch, bruch- und kratzfest.
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Distanzrahmen
Bei dieser Rahmenlösung wird der Abstand zwischen Glas und Bild durch eine Distanzleiste gewährleistet und stellt eine Alternative zur üblichen Rahmung mit Passepartout dar. Diese Rahmen können aus allen unseren Leisten hergestellt werden, sofern diese eine ausreichende Tiefe aufweisen. Distanzrahmen eignen sich beispielsweise für die Präsentation von Bildern mit empfindlichen oder pastosen Oberflächen oder wenn ein objekthafter Charakter mit „schwebendem Bild“ gewünscht wird. (Link zur Seite PRODUKTE Distanzrahmen)
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Flammleiste
Die europäische Leiste - benannt nach ihrem flammenähnlichen Dekor - hat ihren Ursprung in der Spätrenaissance. Neben der üblichen Querprofilierung ist hier auch eine Längsprofilierung vorhanden: Entweder in Flammen- oder Wellenform. Als Erfinder des „geflammten Hobelns“ gilt der deutsche Kunstschreiner Johann Schwanhardt. Neben der Anfertigung von Bilder- und Spiegelrahmen verwendete man solche Leisten auch bei Vertäfelungen oder im Möbelbau. Besonders beliebt war der Flamm- oder Wellenstab im Barock.
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Fotorahmen
Wählen Sie aus unseren vorgefertigten kleinen Rahmen in Standardgrößen oder bestellen Sie Fotorahmen nach Maß! Sollten Sie Wechselrahmen benötigen, teilen Sie uns dies bitte vor der Anfertigung mit, da wir die Rahmen standardmäßig auf der Rückseite verkleben, um das Eindringen von Staub zu verhindern.
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Glas / Bilderglas
Für unsere Rahmen bieten wir verschiedene Gläser an:
Neben normalem Bilderglas führen wir entspiegeltes Weißglas mit 70% oder 92% UV-Schutz in 2 oder 3 mm Stärke sowie entspiegeltes Glas mit 99% UV-Schutz in 2,5 mm Stärke. Außerdem bieten wir Acrylglas (Röhm) in 2 bis 3 mm Stärke an, das 100% UV-Schutz aufweist, aber nicht entspiegelt ist. Der Alleskönner unter den Gläsern ist das Museumsacrylglas (Optium) mit 99% UV-Schutz, antistatisch und kratzfest.
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Goldrahmen
Der Rahmen, wie wir ihn heute kennen, hat seinen Ursprung in der gotischen Kirchenkunst. Die Farbe geht auf die ursprünglich goldene Grundierung religiöser Bilder zurück, deren goldener Glanz das göttliche Paradies symbolisieren sollte. Um die Einheit mit dem Bild zu gewährleisten, wurde das Gold auch auf den Rahmen übertragen. Dieser Trend hat sich bis heute gehalten, viele moderne Bilderrahmen bestechen durch ihre goldene Optik.
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Hoffmannleiste / Rundstab / Halbrundstab
Die „Hoffmannleiste“ ist nach dem Architekten, Kunstgewerbler und Mitbegründer der Wiener Werkstätte Josef Hoffmann benannt, der sie entworfen hat. Das schlichte Rundstabprofil variiert in der Form und in der Höhe, die Varianten können halbrund, elliptisch oder oben spitz zulaufend (Bischofsmützenprofil) sein. Auch der Rücken der Rahmenleiste variiert zwischen gerade und schräg abfallend. Die Fassungen sind unterschiedlich.
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Keilrahmen
Leinen und andere Textilien müssen gespannt werden, um sie als Malflächen verwenden zu können. Früher kamen als Konstruktion zum Bespannen einfache Blendrahmen zum Einsatz. Da Gewebe aufgrund seiner hydroskopischen, also wasseranziehenden Eigenschaften jedoch immer wieder an Spannung verliert, wurden spezielle Keilrahmen entwickelt. Die Besonderheit dieser Konstruktion ist die lose Fixierung der Ecken, bei der die Trägerleisten nur mittels Nut und Feder zusammengesteckt und im Nachhinein mit Keilen auseinandergetrieben werden können. Dadurch ist es sehr einfach, die verlorene Spannung mit wenigen Handgriffen wieder herzustellen. Die Leisten werden aus Nadelhölzern wie Fichte, Tanne oder Kiefer hergestellt. Durch die Bespannung mit dem Textil wird das Gerüst stabil. Leinwand als Bildträger hat gegenüber Holz oder Papier viele Vorteile. Leinwand ist robust, sehr leicht und flexibel, da sie für den Transport vom Keilrahmen abgenommen und zusammengerollt werden kann.
Die Keilrahmen sind in verschiedenen Dicken erhältlich. Der Standard-Keilrahmen ist 4,5 cm breit und 1,8 cm tief. Wir empfehlen diese Stärke, wenn die Leinwand mit einem klassischen Bilderrahmen versehen werden soll. Tiefere Keilrahmen würden an der Rückseite des Bilderrahmens überstehen. Es gibt zwar auch klassische Bilderrahmen mit tiefem Falz, die Auswahl ist jedoch begrenzt. Im Handel sind Keilrahmen bis zu einer Breite von 7 cm und einer Tiefe von 4,5 cm erhältlich.
Stärkere Keilrahmen sind vor allem dann zu empfehlen, wenn die Leinwand ohne Rahmen aufgehängt werden soll oder die Größe des Bildes mehr als einen Meter beträgt. Durch die größere Tiefe entsteht an der Wand ein plastischerer Eindruck und die Stabilität wird erhöht. Holz ist ein organischer Werkstoff, der arbeitet. Starke Schwankungen der Luftfeuchtigkeit können dazu führen, dass sich die Leisten verziehen. Um dies zu verhindern, sollte Keilrahmenholz immer mehrfach verleimt und fachgerecht getrocknet sein. Billigprodukte hingegen weisen oft schlechte Qualität auf!
→ Achtung: Ein verzogener Keilrahmen lässt sich nicht reparieren! Es bleibt nur die Möglichkeit, das Bild abzuspannen und neu auf einen hochwertigen Rahmen zu spannen.Exkurs: Kleine Geschichte der Leinwand
Im Übergang vom Spätmittelalter zur Frührenaissance wurde hauptsächlich auf Holz gemalt. Das Tafelbild wurde jedoch bald von der Leinwandmalerei verdrängt, vor allem aus technischen Gründen, da große Formate auf Holz nur schwer zu realisieren waren. Da man durch die Wandmalerei an monumentale Größen gewöhnt war, ging man ab Mitte des 14. Jahrhunderts dazu über, Leinwände als Bildträger zu verwenden. Diese waren in der gewünschten Länge erhältlich und konnten durch Aneinandernähen der Stoffbahnen in der Breite beliebig vergrößert werden. Um eine ebene Malfläche zu erhalten, wurden die Bilder schon damals auf Holzkeilrahmen gespannt. Die Verwendung von Holztafeln wurde im Laufe des 17. Jahrhunderts immer seltener, bis sie in der Zeit des Impressionismus kaum noch anzutreffen war. Jahrhundert trat die Leinwand ihren Siegeszug um die Welt an und ist bis heute der beliebteste Bildträger für Gemälde. -
Museumsglas / Entspiegeltes Glas mit UV-Schutz
Entspiegeltes Glas wird aufgrund seiner konservatorischen Eigenschaften häufig in Museen eingesetzt und daher auch als Museumsglas bezeichnet. Es zeichnet sich durch eine entspiegelte Oberfläche und einen erhöhten UV-Schutz von bis zu 99 % aus:
Sonnenlicht enthält neben dem für uns sichtbaren Farbspektrum auch einen unsichtbaren Anteil, das ultraviolette Licht. Dieses Licht kann Bilder ausbleichen, wenn sie mit herkömmlichem Glas gerahmt sind, da dieses UV-durchlässig ist. Bestimmte Farben wie Aquarellfarben bleichen besonders schnell aus. In diesen Fällen und bei wertvollen Kunstwerken empfehlen wir die Verwendung von UV-Schutzgläsern.
Diese werden in einem aufwändigen Verfahren mit einer interferenzoptischen Beschichtung bedampft, die einfallende Lichtwellen filtert und neutralisiert. Das Glas wird dadurch nahezu unsichtbar und ist im Rahmen kaum noch zu erkennen. Die Farbwiedergabe ist auch bei weniger optimalen Lichtverhältnissen sehr authentisch und die Farben wirken viel tiefer als bei normalem Glas, dessen Reflexionen wie ein Grauschleier wirken. Durch die Beschichtung des Museumsglases können auch unterschiedliche UV-Schutzstufen realisiert werden. Wir bieten Gläser mit 70%, 92% oder 99% UV-Schutz an. Das nahezu unsichtbare Museumsglas verbindet somit unverfälschten Bildgenuss mit dauerhaftem Schutz vor schädlichen Lichteinflüssen.
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Objektrahmen / Schaukastenrahmen
Von der Taschenuhr oder den ersten Ballettschuhen bis hin zu Füllfedern, Trikots oder signierten Schallplatten haben wir schon so manches nostalgische Objekt gerahmt, das sonst irgendwo verloren gegangen wäre. Um ein Objekt zu rahmen, befestigen wir es auf einem farblich passenden Passepartout-Karton und rahmen es mit einer tiefen Leiste ein, die genügend Raum lässt, um das Objekt wirken zu lassen.
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Passepartout
(französisch passer‚ hindurchgehen‘ und partout ‚überall‘)
Das Passepartout ist ein Kartonrahmen für Grafiken und Fotos. Dabei wird in einen meist über 1,2 mm dicken Karton durch einen 45°-Schnitt eine Öffnung geschnitten. Das Passepartout lenkt nicht nur den Blick auf das Kunstwerk, sondern schafft im Rahmen auch einen Abstand zwischen Glas und Kunstwerk, so dass das Bild nicht direkt auf dem Glas aufliegt. Ein gutes Passepartout sollte aus ph-neutralem Karton bestehen, der das Blatt vor säurehaltiger Umgebung schützt. Aus diesem Grund und um zu verhindern, dass die Blätter aneinander reiben, sind Passepartouts auch bei der Lagerung von Kunstwerken in Laden oder Archiven zu empfehlen.
Die Gestaltung von Passepartouts ist eine Kunst für sich. Mit Linien oder Mustern, die in den Karton geschnitten oder gezeichnet werden, lassen sich besondere Effekte erzielen und bestimmte Qualitäten der gerahmten Blätter hervorheben. Mit unserer Valiani Passepartout-Schneidemaschine können auch Ausschnitte in Sonderformen geschnitten und Passepartouts beschriftet oder geprägt werden.
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Schattenfugenrahmen / Guggenheimrahmen
Schattenfugenrahmen werden hauptsächlich für die Rahmung von Leinwänden verwendet, da hier kein Glas eingesetzt werden kann. Der Schattenfugenrahmen wird auf der Rückseite mit der auf Keilrahmen gespannten Leinwand verschraubt. Dadurch sitzt das Bild frei in einer L-förmigen Leiste, wodurch die Ränder im Gegensatz zu anderen Rahmenlösungen nicht durch den Rahmenfalz verdeckt werden und ein „schwebender“ Eindruck entsteht. Wir bieten Schattenfugenrahmen in verschiedenen Farben bzw. Fassungen (Gold, Silber, gemustert etc.), Breiten, Stärken und Dicken an. Schattenfugenrahmen werden auch Guggenheim-Rahmen genannt, da sie der Legende nach erstmals im Guggenheim Museum in New York verwendet wurden.
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Spiegel mit Rahmen
Alle unsere Rahmenleisten eignen sich auch zum Einfassen von Spiegeln - wählen Sie einen Rahmen, der zu Ihrem individuellen (Wohn)-Look passt! Spiegel für Bilderrahmen gibt es bei uns mit und ohne Facettenschliff!
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Unikatrahmen
Für unsere Unikatrahmen färben wir die Oberflächen ungrundierter Rohleisten verschiedenster Profile individuell und passend zum Bild.
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Wechselrahmen
Gerne liefern wir alle unsere Maßrahmen auch als Wechselrahmen mit abnehmbaren Klammern oder Biegeblättchen auf der Rückseite. Empfehlenswert z.B. für Rahmen, bei denen die Bilder von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden sollen. Da alle unsere Bilderrahmen normalerweise auf der Rückseite zum Schutz vor Staub etc. verklebt werden, bitten wir Sie, uns vor der Produktion mitzuteilen, wenn Sie einen Wechselrahmen wünschen!